Stimmen aus dem globalen Süden: Internationale Studierende gestalten Klimaworkshops mit Schülerinnen und Schülern
Die extremen Hitzetemperaturen der letzten Tage lassen uns fühlen, welche Auswirkungen der Klimawandel erzeugt. Sie lassen uns auch hautnah erahnen, welche Folgen dies besonders für den globalen Süden mit sich bringt.
Wenn Lernende aus aus Ländern Asiens und Südamerikas von steigenden Meeresspiegeln, Extremdürren und dem Verlust ihrer Heimatregionen erzählen, dann ist Klimawandel keine abstrakte Zukunftsfrage mehr. Der sci:moers hat Studierende aus Asien und Südamerika eingeladen, um gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern die Folgen der Klimakrise für den globalen Süden zu erarbeiten – authentisch, persönlich und auf Augenhöhe.
Im Rahmen einer besonderen Workshopreihe öffnen die Geschwister-Scholl-Gesamtschule, die Anne-Frank-Gesamtschule und das Gymnasium Filder Benden sowie einige Jugendzentren in den nächsten Tagen ihre Klassenzimmer für die internationale Gäste: Studierende aus Thailand, Sri Lanka, Kambodscha, Vietnam Mexiko, Peru und Kolumbien werden in mehreren Workshops mit Schülerinnen und Schülern zusammenarbeiten. Ziel ist es, die globalen Auswirkungen des Klimawandels nicht nur aus Lehrbüchern zu lernen, sondern durch den direkten Austausch mit Menschen zu verstehen, die in betroffenen Regionen aufgewachsen sind.
Echte Perspektiven statt Schulbuchklimata
Die eingeladenen Studierenden kommen aus Ländern, die zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen der Welt gehören. Sie berichten aus erster Hand über Überschwemmungen, Gletscherschmelze, Ernteausfälle und die sozialen Folgen für ihre Gemeinschaften. Damit bringen sie eine Perspektive in den Unterricht, die kein Schulbuch ersetzen kann.
„Klimagerechtigkeit lässt sich nicht allein aus europäischer Sicht verstehen“, erklärt SCI-Geschäftsführer Frank Liebert. „Wir wollten, dass die Schülerinnen und Schüler direkt mit Menschen sprechen, deren Alltag bereits heute durch den Klimawandel geprägt wird. Das schafft Empathie, Verständnis und vor allem eine globale Verantwortung, die im Unterricht sonst kaum zu vermitteln ist.“
Interaktive Workshops mit globalem Blickwinkel
Die Workshops sind interaktiv gestaltet: In Kleingruppen erarbeiten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Gaststudierenden regionale Fallbeispiele – von der Dürre im kolumbianischen Nordosten über den Anstieg des Meeresspiegels in Thailand bis hin zu Waldbränden und Biodiversitätsverlust in Südostasien. Ergänzt werden die Einheiten durch kreative Formate wie Diskussionsrunden, kollaborative Karten und kurze Dokumentarfilmprojekte.
Bildung für globale Verantwortung
Die Initiative steht exemplarisch für das Engagement des sci:moers, der sich bereits seit vielen Jahren für Klimaneutralität einsetzt und in vielen Arbeitsbereichen von den Kindertageseinrichtungen bis zur Arbeit mit und in den Schulen zur Bewusstseins- und Verhaltensänderung beitragen will.
Interessierte Schulen können noch bis zum 03.07.26 Anfragen zu Workshops an die SCI-Barbaraschule unter Tel. Moers 95790 richten.